Wie werde ich Azubi?

Beratung der Handwerkskammer für Flüchtlinge

Was kann ich in Deutschland werden? Habe ich ohne Zeugnisse meiner früheren Schulen und Arbeitserfahrungen eine Chance? Und wie gut muss mein Deutsch sein? Diese Fragen beantworteten Sylvia Zeisberger und Ashraf El Weshahy als Berater-Team der HWK Rheinhessen.

 

Die Teilnehmer der Sprachklassen bereiteten Fragen vor, die sie - so gut es ging auf Deutsch - aber auch auf Arabisch klären konnten. "Es war sehr interessant", sagte Feroz Rezai aus Afghanistan, "eine Ausbildung ist sehr wichtig. Ohne Ausbildung bekommt man keine gute Arbeit."

"Uns ist es wichtig, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen verstehen, dass sie nicht einfach irgendwo arbeiten, sondern eine gute Ausbildung je nach ihrem Können anstreben", erklärt die Beraterin. "Manche haben in ihrem Herkunftsland bereits einen Beruf ausgeübt, wie z.B. Maurer oder Dachdecker. Auch wenn Zeugnisse darüber fehlen, sind ihre Chancen auf einen Ausbilungsplatz durch ein Praktikum sowie durch eine mögliche Einstiegsqualifizierung gut." Die Einstiegsqualifizierung ermöglicht einen leichteren Berufseinstieg für viele.

Ashraf El Weshahy gibt zum Schluss den wichtigsten Rat: "Gute Deutschkenntnisse, vor allem das Lesen und Verstehen von Texten und das Schreiben sind der Schlüssel, die Berufsschule samt Prüfung erfolgreich abschließen zu können." Beide Berater bieten den Flüchtlingen ihre Hilfe auch in Zukunft an, vom Finden eines passenden Praktikums bis hin zur Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages. Informationen über alle Ausbildungsberufe der HWK konnten sich die Schüler in unterschiedlichen Sprachen mitnehmen.